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	<title>Kommentare zu: Verlieren denn alle TheologiestudentInnen den Glauben?</title>
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	<description>stud. theol.</description>
	<pubDate>Fri, 10 Sep 2010 18:28:00 +0000</pubDate>
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		<item>
		<title>Von: Christian</title>
		<link>http://www.vosloh.com/2007/03/26/verlieren-denn-alle-theologiestudentinnen-den-glauben/comment-page-1/#comment-107</link>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Sep 2007 11:20:45 +0000</pubDate>
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		<description>Lieber Christian,
vielen Dank f&#252;r deinen Kommentar. Er hat mir zu denken gegeben und ich m&#246;chte dir gerne eine etwas l&#228;ngere Antwort dazu geben:
F&#252;r mich hat sagt &lt;strong&gt;Paulus &lt;/strong&gt;in &lt;a rel="nofollow" title="Epheser 6,10-20 online" target="_blank" href="http://www.bibleserver.com/act.php?text_ref=49006010" rel="nofollow"&gt;Eph 6,10-20&lt;/a&gt; etwas ganz Zentrales, n&#228;mlich dass wir - ganz gleich, ob als Theologiestudierende oder, wie M&#246;ne weiter oben meinte als Mitglieder und MitarbeiterInnen in unseren Gemeinden - mit starken Wurzeln "im Boden des Glaubens" stehen.

Anders gesagt geht es darum, nicht nur einen faszinierenden &lt;strong&gt;Gedanken &lt;/strong&gt;oder ein rational &#252;berzeugendes Konzept von Gott in meinem Kopf zu haben, sondern, dass ich auch aus meinem Glauben an Jesus Christus etwas mache, das mein ganzes Leben in allen Bereichen, Sinnen, Verstand und Gef&#252;hlen erf&#252;llt. - Das ist einerseits ein Teil der oft beschworenen Praxis, die so vielen Studierenden fehlen soll. - Wie soll man anderen sp&#228;ter im Glauben helfen, wenn man selbst seinen Glauben nicht praktiziert?

Andererseits geht es aber noch um mehr. Nur wenn ich das &lt;strong&gt;tue&lt;/strong&gt;, woran ich glaube, habe ich auch etwas "in der Hand", wor&#252;ber ich theologisch reflektieren kann. - Sonst bin ich so etwas wie ein Webdesigner ohne Internetanschluss. - Wenn sich die Ideen, die ich theologisch habe, f&#252;r meine Religiosit&#228;t nicht als schl&#252;ssig erweisen, wenn sie nicht "passen", haben sie keinen Wert. Und auf der anderen Seite hilft mir mein Glaube und die Kraft, die ich von Gott dadurch erhalte, manche Spannungen auszuhalten, die ich nicht sofort aufl&#246;sen kann.

Das Thema der &lt;strong&gt;NaturwissenschaftlerInnen&lt;/strong&gt;, die theologische Fragen - in diesem Fall mit physikalischen Mitteln - beantworten wollen, indem sie dann meistens popularwissenschaftliche B&#252;cher schreiben, zeigt meistens nur, dass sie zwar PhysikerInnen sind - m&#246;glicherweise in ihrem Fach auch exzellent -, aber, was theologische Diskurse angeht, unbeholfener sind als ein Walross, das versucht Einrad zu fahren. - Auf der anderen Seite sollten wir auch nicht versuchen, die Oberfl&#228;chenspannung von Wasser mit Hilfe der Geschichte vom Schilfmeer in Ex 14 zu erkl&#228;ren. - Da g&#228;be es bestimmt auch peinliche Vergleiche...

Au&#223;erdem gibt es nat&#252;rlich in allen Bereichen, gerade unter solchen, die wissenschaftliche Dumpingware produzieren, immer Menschen, die m&#246;glichst steile Thesen und Gegens&#228;tze formulieren, weil sie von den &lt;strong&gt;Verkaufszahlen &lt;/strong&gt;leben bzw. ohne die publicity nicht leben wollen/k&#246;nnen. - Von solchen AutorInnen w&#252;rde ich an deiner Stelle ersteinmal Abstand nehmen und wirklich ernsthafte, und besonders: gut recherchierte und argumentierte Literatur zu Rate ziehen.
In einem auch eher popularwissenschaftlichen Stil, aber gut &lt;strong&gt;fundiert &lt;/strong&gt;schreibt beispielsweise &lt;a rel="nofollow" title="Heinz Zahrnt in der Wikipedia" target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Heinz_Zahrnt" rel="nofollow"&gt;Heinz Zahrnt&lt;/a&gt;. Sein bekanntestes Buch ist wahrscheinlich "Die Sache mit Gott", f&#252;r die Frage nach dem eigenen Glauben aber wohl eher "Meine Sache mit Gott". Andere Titel wei&#223; ich leider auf Anhieb und aus der Ferne nicht.

Was Eta Linnemann betrifft: Ich habe ihr Buch noch nicht gelesen. Ich denke aber, dass du mit der beabsichtigten Versuchung wahrscheinlich den Teufel (vgl. &lt;a rel="nofollow" title="Epheser 6,11 online" target="_blank" href="http://www.bibleserver.com/act.php?text_ref=49006011" rel="nofollow"&gt;Eph 6,11&lt;/a&gt;) oder &#252;bernat&#252;rliche, b&#246;se M&#228;chte meinst. Hierzu m&#246;chte ich dir zwei ganz offene Antworten geben:
&lt;ol&gt;
	&lt;li&gt;Auf einer &lt;strong&gt;empirischen &lt;/strong&gt;Ebene kann ich nicht nachvollziehen, wie jemand behaupten kann, Theologiestudierende (M&#228;nner und Frauen) w&#252;rden systematisch vom Glauben abgebracht. Es mag DozentInnen geben, die nicht an Jesus Christus glauben und ihre Studierenden sehr offensiv damit konfrontieren. Diese Menschen sind aber meiner Erfahrung nach die Ausnahme, sowohl in Marburg und Mainz, als auch in São Leopoldo. Im Gegenteil: Viele wissenschaftliche TheologInnen betonen, dass Glauben und Spiritualit&#228;t, also den eigenen Glauben aktiv zu leben, wichtig f&#252;r die theologische Reife der Studierenden sind.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Auf einer &lt;strong&gt;epistemologischen &lt;/strong&gt;Ebene ist f&#252;r mich eine personifizierte, gezielt handelnde B&#246;se Macht ganz unwahrscheinlich. F&#252;r mich zeichnet sich das B&#246;se gerade dadurch aus, dass es von uns nicht greifbar ist und man dem "Nichtigen", wie es einige Theologen auch nennen, immer mindestens einen Schritt hinterher ist. Es irgendwie zu personifizieren oder zu charakterisieren ist ein - letztlich hilfloser - Versuch gewesen, das B&#246;se in der antiken Welt greifbar zu machen, zu der ja auch Paulus geh&#246;rte. Das ist ihnen genauso wie uns heute nie gelungen. Solange also die Entscheidung &#252;ber "gut" oder "schlecht" der historisch-kritischen Forschung noch nicht gef&#228;llt worden ist (sollte das jemals der Fall sein), sollten wir vorsichtig mit solchen (esoterischen) Begr&#252;ndungen sein.&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;
Was mir aber bei diesem Thema noch wichtig zu sagen ist: Die Frage nach der &lt;strong&gt;Wahrheit &lt;/strong&gt;ist etwas, das NaturwissenschaftlerInnen und TheologInnen sowohl v&#246;llig anders stellen, als auch anders beantworten. Vielleicht sind f&#252;r einen atheistischen Naturwissenschaftler religi&#246;se Symbole genauso unverst&#228;ndlich wie f&#252;r eine glaubende Theologin die Gesetze der Quantenmechanik.

(Ich w&#252;rde &#252;brigens nicht sagen, dass ein &lt;strong&gt;Symbol &lt;/strong&gt;"nur" ein Symbol ist. - Eigentlich sind es gerade die religi&#246;sen Symbole, an denen wir unseren Glauben orientieren. Und anders als in Zeichen und Symbolen k&#246;nnen wir &#252;berhaupt gar nicht von Gott sprechen. - Ich kann dir empfehlen, besonders was das Thema Jesus Christus angeht, einmal &lt;a target="_blank" title="Paul Tillich bei Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Tillich" rel="nofollow"&gt;Paul Tillichs&lt;/a&gt; Systematische Theologie in die Hand zu nehmen und im ersten Band den Teil &#252;ber Symbole sowie den ganzen zweiten Band - der k&#252;rzeste von allen dreien - &#252;ber die Christologie zu lesen. Von allen Dogmatiken, die mir bisher begegnet sind, habe ich hier den meisten "Mut" f&#252;r meinen Glauben gefunden. - Heinz Zahrnts "Die Sache mit Gott" ist &#252;brigens eine gute Hilfe, Tillich zu verstehen.)

F&#252;r mich ist es so: Wenn zwar jemand beweisen kann, dass die Himmelfahrt Jesu naturwissenschaftlich, also empirisch, nicht m&#246;glich ist, ist sie f&#252;r mich trotzdem noch &lt;strong&gt;wahr&lt;/strong&gt;. Das ist n&#228;mlich das, was ich an meinem Glauben nicht verstehe: Obwohl sich so viel w&#228;hrend des Studiums in meinem Denken ge&#228;ndert hat und daran, wie ich die Bibel lese, kann ich Gott immer noch Gott nennen und zu ihm beten. Und ich kann immer noch sagen und glauben, dass Jesus Christus mich erl&#246;st hat. - Gerade (oder f&#252;r dich vielleicht obwohl) ich die Bibel wissenschaftlich zu lesen gelernt habe.

Zum Ende f&#228;llt mir noch ein Gedanke ein, mit dem ich vielleicht ganz gut schlie&#223;en kann: Martin &lt;strong&gt;Luther &lt;/strong&gt;hat davon gesprochen, dass wir uns regelm&#228;&#223;ig wieder zu Gott &lt;em&gt;durchringen &lt;/em&gt;m&#252;ssen, durch alle Anfechtungen und Zweifel durch, aber nicht an ihnen vorbei. Und ich denke, der beste Weg hierzu ist, diesen Kampf in uns mit Gott zu k&#228;mpfen, wie Paulus es sagt (echt, die Stelle passt wirklich gut hierzu!) - durch Beten, durch die Gemeinschaft mit anderen Christinnen und Christen.
Was mir aber dabei wichtig ist: Ich m&#246;chte f&#252;r das (theologische) Ergebnis offen sein, sowohl zur einen als auch zur anderen Seite, sonst verrate ich zu nachl&#228;ssig meine von Gott geschenkte Freiheit.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Christian,<br />
vielen Dank f&#252;r deinen Kommentar. Er hat mir zu denken gegeben und ich m&#246;chte dir gerne eine etwas l&#228;ngere Antwort dazu geben:<br />
F&#252;r mich hat sagt <strong>Paulus </strong>in <a rel="nofollow" title="Epheser 6,10-20 online" target="_blank" href="http://www.bibleserver.com/act.php?text_ref=49006010" rel="nofollow">Eph 6,10-20</a> etwas ganz Zentrales, n&#228;mlich dass wir - ganz gleich, ob als Theologiestudierende oder, wie M&#246;ne weiter oben meinte als Mitglieder und MitarbeiterInnen in unseren Gemeinden - mit starken Wurzeln &#8220;im Boden des Glaubens&#8221; stehen.</p>
<p>Anders gesagt geht es darum, nicht nur einen faszinierenden <strong>Gedanken </strong>oder ein rational &#252;berzeugendes Konzept von Gott in meinem Kopf zu haben, sondern, dass ich auch aus meinem Glauben an Jesus Christus etwas mache, das mein ganzes Leben in allen Bereichen, Sinnen, Verstand und Gef&#252;hlen erf&#252;llt. - Das ist einerseits ein Teil der oft beschworenen Praxis, die so vielen Studierenden fehlen soll. - Wie soll man anderen sp&#228;ter im Glauben helfen, wenn man selbst seinen Glauben nicht praktiziert?</p>
<p>Andererseits geht es aber noch um mehr. Nur wenn ich das <strong>tue</strong>, woran ich glaube, habe ich auch etwas &#8220;in der Hand&#8221;, wor&#252;ber ich theologisch reflektieren kann. - Sonst bin ich so etwas wie ein Webdesigner ohne Internetanschluss. - Wenn sich die Ideen, die ich theologisch habe, f&#252;r meine Religiosit&#228;t nicht als schl&#252;ssig erweisen, wenn sie nicht &#8220;passen&#8221;, haben sie keinen Wert. Und auf der anderen Seite hilft mir mein Glaube und die Kraft, die ich von Gott dadurch erhalte, manche Spannungen auszuhalten, die ich nicht sofort aufl&#246;sen kann.</p>
<p>Das Thema der <strong>NaturwissenschaftlerInnen</strong>, die theologische Fragen - in diesem Fall mit physikalischen Mitteln - beantworten wollen, indem sie dann meistens popularwissenschaftliche B&#252;cher schreiben, zeigt meistens nur, dass sie zwar PhysikerInnen sind - m&#246;glicherweise in ihrem Fach auch exzellent -, aber, was theologische Diskurse angeht, unbeholfener sind als ein Walross, das versucht Einrad zu fahren. - Auf der anderen Seite sollten wir auch nicht versuchen, die Oberfl&#228;chenspannung von Wasser mit Hilfe der Geschichte vom Schilfmeer in Ex 14 zu erkl&#228;ren. - Da g&#228;be es bestimmt auch peinliche Vergleiche&#8230;</p>
<p>Au&#223;erdem gibt es nat&#252;rlich in allen Bereichen, gerade unter solchen, die wissenschaftliche Dumpingware produzieren, immer Menschen, die m&#246;glichst steile Thesen und Gegens&#228;tze formulieren, weil sie von den <strong>Verkaufszahlen </strong>leben bzw. ohne die publicity nicht leben wollen/k&#246;nnen. - Von solchen AutorInnen w&#252;rde ich an deiner Stelle ersteinmal Abstand nehmen und wirklich ernsthafte, und besonders: gut recherchierte und argumentierte Literatur zu Rate ziehen.<br />
In einem auch eher popularwissenschaftlichen Stil, aber gut <strong>fundiert </strong>schreibt beispielsweise <a rel="nofollow" title="Heinz Zahrnt in der Wikipedia" target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Heinz_Zahrnt" rel="nofollow">Heinz Zahrnt</a>. Sein bekanntestes Buch ist wahrscheinlich &#8220;Die Sache mit Gott&#8221;, f&#252;r die Frage nach dem eigenen Glauben aber wohl eher &#8220;Meine Sache mit Gott&#8221;. Andere Titel wei&#223; ich leider auf Anhieb und aus der Ferne nicht.</p>
<p>Was Eta Linnemann betrifft: Ich habe ihr Buch noch nicht gelesen. Ich denke aber, dass du mit der beabsichtigten Versuchung wahrscheinlich den Teufel (vgl. <a rel="nofollow" title="Epheser 6,11 online" target="_blank" href="http://www.bibleserver.com/act.php?text_ref=49006011" rel="nofollow">Eph 6,11</a>) oder &#252;bernat&#252;rliche, b&#246;se M&#228;chte meinst. Hierzu m&#246;chte ich dir zwei ganz offene Antworten geben:</p>
<ol>
<li>Auf einer <strong>empirischen </strong>Ebene kann ich nicht nachvollziehen, wie jemand behaupten kann, Theologiestudierende (M&#228;nner und Frauen) w&#252;rden systematisch vom Glauben abgebracht. Es mag DozentInnen geben, die nicht an Jesus Christus glauben und ihre Studierenden sehr offensiv damit konfrontieren. Diese Menschen sind aber meiner Erfahrung nach die Ausnahme, sowohl in Marburg und Mainz, als auch in São Leopoldo. Im Gegenteil: Viele wissenschaftliche TheologInnen betonen, dass Glauben und Spiritualit&#228;t, also den eigenen Glauben aktiv zu leben, wichtig f&#252;r die theologische Reife der Studierenden sind.</li>
<li>Auf einer <strong>epistemologischen </strong>Ebene ist f&#252;r mich eine personifizierte, gezielt handelnde B&#246;se Macht ganz unwahrscheinlich. F&#252;r mich zeichnet sich das B&#246;se gerade dadurch aus, dass es von uns nicht greifbar ist und man dem &#8220;Nichtigen&#8221;, wie es einige Theologen auch nennen, immer mindestens einen Schritt hinterher ist. Es irgendwie zu personifizieren oder zu charakterisieren ist ein - letztlich hilfloser - Versuch gewesen, das B&#246;se in der antiken Welt greifbar zu machen, zu der ja auch Paulus geh&#246;rte. Das ist ihnen genauso wie uns heute nie gelungen. Solange also die Entscheidung &#252;ber &#8220;gut&#8221; oder &#8220;schlecht&#8221; der historisch-kritischen Forschung noch nicht gef&#228;llt worden ist (sollte das jemals der Fall sein), sollten wir vorsichtig mit solchen (esoterischen) Begr&#252;ndungen sein.</li>
</ol>
<p>Was mir aber bei diesem Thema noch wichtig zu sagen ist: Die Frage nach der <strong>Wahrheit </strong>ist etwas, das NaturwissenschaftlerInnen und TheologInnen sowohl v&#246;llig anders stellen, als auch anders beantworten. Vielleicht sind f&#252;r einen atheistischen Naturwissenschaftler religi&#246;se Symbole genauso unverst&#228;ndlich wie f&#252;r eine glaubende Theologin die Gesetze der Quantenmechanik.</p>
<p>(Ich w&#252;rde &#252;brigens nicht sagen, dass ein <strong>Symbol </strong>&#8220;nur&#8221; ein Symbol ist. - Eigentlich sind es gerade die religi&#246;sen Symbole, an denen wir unseren Glauben orientieren. Und anders als in Zeichen und Symbolen k&#246;nnen wir &#252;berhaupt gar nicht von Gott sprechen. - Ich kann dir empfehlen, besonders was das Thema Jesus Christus angeht, einmal <a target="_blank" title="Paul Tillich bei Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Tillich" rel="nofollow">Paul Tillichs</a> Systematische Theologie in die Hand zu nehmen und im ersten Band den Teil &#252;ber Symbole sowie den ganzen zweiten Band - der k&#252;rzeste von allen dreien - &#252;ber die Christologie zu lesen. Von allen Dogmatiken, die mir bisher begegnet sind, habe ich hier den meisten &#8220;Mut&#8221; f&#252;r meinen Glauben gefunden. - Heinz Zahrnts &#8220;Die Sache mit Gott&#8221; ist &#252;brigens eine gute Hilfe, Tillich zu verstehen.)</p>
<p>F&#252;r mich ist es so: Wenn zwar jemand beweisen kann, dass die Himmelfahrt Jesu naturwissenschaftlich, also empirisch, nicht m&#246;glich ist, ist sie f&#252;r mich trotzdem noch <strong>wahr</strong>. Das ist n&#228;mlich das, was ich an meinem Glauben nicht verstehe: Obwohl sich so viel w&#228;hrend des Studiums in meinem Denken ge&#228;ndert hat und daran, wie ich die Bibel lese, kann ich Gott immer noch Gott nennen und zu ihm beten. Und ich kann immer noch sagen und glauben, dass Jesus Christus mich erl&#246;st hat. - Gerade (oder f&#252;r dich vielleicht obwohl) ich die Bibel wissenschaftlich zu lesen gelernt habe.</p>
<p>Zum Ende f&#228;llt mir noch ein Gedanke ein, mit dem ich vielleicht ganz gut schlie&#223;en kann: Martin <strong>Luther </strong>hat davon gesprochen, dass wir uns regelm&#228;&#223;ig wieder zu Gott <em>durchringen </em>m&#252;ssen, durch alle Anfechtungen und Zweifel durch, aber nicht an ihnen vorbei. Und ich denke, der beste Weg hierzu ist, diesen Kampf in uns mit Gott zu k&#228;mpfen, wie Paulus es sagt (echt, die Stelle passt wirklich gut hierzu!) - durch Beten, durch die Gemeinschaft mit anderen Christinnen und Christen.<br />
Was mir aber dabei wichtig ist: Ich m&#246;chte f&#252;r das (theologische) Ergebnis offen sein, sowohl zur einen als auch zur anderen Seite, sonst verrate ich zu nachl&#228;ssig meine von Gott geschenkte Freiheit.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Christian</title>
		<link>http://www.vosloh.com/2007/03/26/verlieren-denn-alle-theologiestudentinnen-den-glauben/comment-page-1/#comment-106</link>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Sep 2007 22:56:33 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.vosloh.com/2007/03/26/verlieren-denn-alle-theologiestudentinnen-den-glauben/#comment-106</guid>
		<description>Hi Christian!

Hoffe, Dir geht es gut und Du h&#228;lst Dich an Jesus fest!!! Die Waffenr&#252;stung aus Epheser 6, 10ff kennst Du bestimmt.  Bitte h&#246;re nicht auf, sie jeden Tag aufs neue anzuziehen!
Leider habe ich erst jetzt diesen Beitrag richtig gelesen. Ich studiere Theologie nur im Nebenfach, aber die Tatsache, da&#223; mein Glaube dabei sehr starken Attacken ausgesetzt ist, gef&#228;llt mir ganz und gar nicht. Behauptungen wie, "Fast das gesamte neue Testament sei fiktiv, enthalte aber sehr wahrscheinlich Wahrheit widerspiegelnde Symbole" oder "Jesus kann nicht wiederkommen" (weil irgendein Naturwissenschaftler ihm die Himmelfahrt nur mittels Lichtgeschwindigkeit zugesteht, und Jesus mit dieser bereits au&#223;erhalb jeder Reichweite sei...) verneinen genau das, woran ich glaube. 
Mir hat ein Buch Mut gemacht, mit dem Eta Linnemann (eine ehemals bekannte und ger&#252;hmte Verfechterin der Historisch-kritischen Theorie) mit ihren Werken und der Historisch-kritischen Theorie abrechnen. Alle ihre Werke widerrufend stellt sie die beabsichtigte Versuchung von Theologiestudenten dar. 
Ich wei&#223; nicht, wo Du geistlich stehst und wer Dein Mentor oder Dein/e Bru/&#252;der im Glauben ist/sind, aber empfehlen kann ich, zu glauben, was in der Bibel steht, und Gemeinschaft mit denen zu suchen, die dies leben oder leben wollen!

Wie geht es Dir?
Hier in Darmstadt (mindestens mal im Hauskreis) ist Bewegung zu sp&#252;ren.

Bis dann 
Christian</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hi Christian!</p>
<p>Hoffe, Dir geht es gut und Du h&#228;lst Dich an Jesus fest!!! Die Waffenr&#252;stung aus Epheser 6, 10ff kennst Du bestimmt.  Bitte h&#246;re nicht auf, sie jeden Tag aufs neue anzuziehen!<br />
Leider habe ich erst jetzt diesen Beitrag richtig gelesen. Ich studiere Theologie nur im Nebenfach, aber die Tatsache, da&#223; mein Glaube dabei sehr starken Attacken ausgesetzt ist, gef&#228;llt mir ganz und gar nicht. Behauptungen wie, &#8220;Fast das gesamte neue Testament sei fiktiv, enthalte aber sehr wahrscheinlich Wahrheit widerspiegelnde Symbole&#8221; oder &#8220;Jesus kann nicht wiederkommen&#8221; (weil irgendein Naturwissenschaftler ihm die Himmelfahrt nur mittels Lichtgeschwindigkeit zugesteht, und Jesus mit dieser bereits au&#223;erhalb jeder Reichweite sei&#8230;) verneinen genau das, woran ich glaube.<br />
Mir hat ein Buch Mut gemacht, mit dem Eta Linnemann (eine ehemals bekannte und ger&#252;hmte Verfechterin der Historisch-kritischen Theorie) mit ihren Werken und der Historisch-kritischen Theorie abrechnen. Alle ihre Werke widerrufend stellt sie die beabsichtigte Versuchung von Theologiestudenten dar.<br />
Ich wei&#223; nicht, wo Du geistlich stehst und wer Dein Mentor oder Dein/e Bru/&#252;der im Glauben ist/sind, aber empfehlen kann ich, zu glauben, was in der Bibel steht, und Gemeinschaft mit denen zu suchen, die dies leben oder leben wollen!</p>
<p>Wie geht es Dir?<br />
Hier in Darmstadt (mindestens mal im Hauskreis) ist Bewegung zu sp&#252;ren.</p>
<p>Bis dann<br />
Christian</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Mone</title>
		<link>http://www.vosloh.com/2007/03/26/verlieren-denn-alle-theologiestudentinnen-den-glauben/comment-page-1/#comment-65</link>
		<dc:creator>Mone</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 Apr 2007 09:40:04 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.vosloh.com/2007/03/26/verlieren-denn-alle-theologiestudentinnen-den-glauben/#comment-65</guid>
		<description>Hallo Christian, hier ist Mone. Ich bin mir nicht sicher ob das was ich dir schreibe als e-mail an dich geht, oder ob es dann auch jeder lesen kann, aber ist eigentlich auch egal. Ich habe gerade gelesen was du geschrieben hast und wollte gerne dazu einen Kommentar abgeben. 
Nicht nur theol. Studenten machen diese Phase durch, sondern alle Menschen die an Gott glauben. Nat&#252;rlich, dadurch das ihr euch viel und nur damit besch&#228;ftigt, kommt es einem wahrscheinlich sehr viel intensiver vor. aber ich glaube alle machen das mal durch, nur bei den anderen hat es keine Konsequenz. Wenn man Pfarrer werden m&#246;chte ist es schon ziemlich wichtig, dass der Glaube die Kriesen &#252;bersteht, andere die in der gleichen zeit evtl. &#228;hnliches durch machen, machen das nur ohne den Druck. Wenn man sich bei jeder kleinen Ersch&#252;tterung gleich fragen mu&#223; ob das evtl. Auswirkungen auf das ganze Leben hat, steigt viel schneller Panik und Druck auf. Da ist jede kleine Kriese gleich ganz enorm wichtigund man mu&#223; sie auch sofort m&#246;glichst profesionell bearbeiten. Kein Wunder das da viele lieber aufh&#246;ren zu glauben, als sich st&#228;ndig diesem Druck auszusetzen. Vielen w&#252;rde es bestimmt besser gehen, wenn sie nicht jede kleine Phase f&#252;r die entscheidende halten w&#252;rden. 
Aber, cooler Text, gut geschrieben. Ich h&#228;tte zwar auch gerne gelesen wie es euch geht, aber evtl. finde ich das ja noch. Eine sch&#246;ne Zeit
Mone</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Christian, hier ist Mone. Ich bin mir nicht sicher ob das was ich dir schreibe als e-mail an dich geht, oder ob es dann auch jeder lesen kann, aber ist eigentlich auch egal. Ich habe gerade gelesen was du geschrieben hast und wollte gerne dazu einen Kommentar abgeben.<br />
Nicht nur theol. Studenten machen diese Phase durch, sondern alle Menschen die an Gott glauben. Nat&#252;rlich, dadurch das ihr euch viel und nur damit besch&#228;ftigt, kommt es einem wahrscheinlich sehr viel intensiver vor. aber ich glaube alle machen das mal durch, nur bei den anderen hat es keine Konsequenz. Wenn man Pfarrer werden m&#246;chte ist es schon ziemlich wichtig, dass der Glaube die Kriesen &#252;bersteht, andere die in der gleichen zeit evtl. &#228;hnliches durch machen, machen das nur ohne den Druck. Wenn man sich bei jeder kleinen Ersch&#252;tterung gleich fragen mu&#223; ob das evtl. Auswirkungen auf das ganze Leben hat, steigt viel schneller Panik und Druck auf. Da ist jede kleine Kriese gleich ganz enorm wichtigund man mu&#223; sie auch sofort m&#246;glichst profesionell bearbeiten. Kein Wunder das da viele lieber aufh&#246;ren zu glauben, als sich st&#228;ndig diesem Druck auszusetzen. Vielen w&#252;rde es bestimmt besser gehen, wenn sie nicht jede kleine Phase f&#252;r die entscheidende halten w&#252;rden.<br />
Aber, cooler Text, gut geschrieben. Ich h&#228;tte zwar auch gerne gelesen wie es euch geht, aber evtl. finde ich das ja noch. Eine sch&#246;ne Zeit<br />
Mone</p>
]]></content:encoded>
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